Kinderkrankheiten wie Windpocken, Röteln oder Masern gehören immer in ärztliche Begleitung. Ätherische Öle bei Kinderkrankheiten können die Erkrankungen nicht behandeln. Sie werden jedoch gerne eingesetzt, wenn die Haut spannt, juckt oder Kinder durch die ungewohnte Situation unruhig werden.
Gerade bei Kinderkrankheiten wünschen sich viele Eltern vor allem eines: dass sich ihr Kind etwas wohler fühlt. Ein angenehmer Duft, eine sanfte Hautpflege oder ein vertrautes Abendritual können dazu beitragen, dass anstrengende Tage etwas leichter werden.
Wenn die Haut spannt und juckt
Bei Windpocken oder anderen Kinderkrankheiten mit Hautausschlag steht häufig der Juckreiz im Mittelpunkt. Kinder möchten kratzen, schlafen schlecht und sind auch gereizt und schlecht gelaunt. Kein Wunter!
Für die Aromapflege in der Aromatherapie werden in solchen Situationen am besten immer besonders milde und sanfte Düfte ausgewählt. Lavendel fein gehört da zu den bekanntesten Begleitern. Sein Duft wirkt angenehm und wird auch sonst immer gerne in der Hautpflege verwendet.
Auch die Römische Kamille hat einen festen Platz in der Aromapflege. Sie zählt zu den sanften Ölen und wird häufig für empfindliche Haut ausgewählt.
Benzoe Siam ergänzt viele Hautpflegemischungen mit seinem warmen, balsamischen Duft. Gerade in kleinen Mengen wird er als angenehm und beruhigend empfunden.
Wichtig bleibt dabei: Die Haut sollte nicht zusätzlich gereizt werden. Sanftes Auftragen ist deshalb sinnvoller als kräftiges Einreiben.
Unruhige Tage und lange Nächte
Kinderkrankheiten bringen häufig den gewohnten Tagesablauf durcheinander. Wer sich nicht wohlfühlt, schläft schlechter und wird schneller unruhig.
In solchen Momenten steht weniger die Krankheit selbst im Mittelpunkt als die Atmosphäre im Raum. Ein vertrauter Duft kann helfen, eine ruhige Umgebung zu schaffen. Auch für die Eltern.
Lavendel gehört deshalb zu den beliebtesten Ölen für den Abend, aber in Duftmischungen wird außerdem gerne Römische Kamille oder wenige Tropfen Rosenöl verwendet.
Dabei gilt besonders noch mal bei Kindern: zurückhaltend dosieren. Kleine Mengen reichen aus. Hier gilt das Motto:
Sanfte Begleiter statt starke Düfte
Kinder reagieren auf Gerüche meist deutlich sensibler als Erwachsene. Deshalb müssen Düfte nicht intensiv sein, um wahrgenommen zu werden. Und während einer Erkrankung genügt oft ein vertrauter Duft, um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und sich etwas wohler zu fühlen.
Für jüngere Kinder oder besonders sensible Kinder können Hydrolate eine gute Alternative sein. Sie enthalten deutlich weniger Duftstoffe und werden häufig als milder empfunden.
Ein einfaches Pflegeöl für die Haut
Für Kinder ab etwa zwei Jahren kann ein mildes Pflegeöl verwendet werden.
Zutaten
- 2 Esslöffel Jojobaöl
- 1 Tropfen Lavendel fein
- 1 Tropfen Römische Kamille
Die Mischung wird vorsichtig auf kleine Hautbereiche aufgetragen. Wenige Tropfen reichen vollkommen aus.
Omas Hausmittel haben bis heute ihren Platz
Nicht immer braucht es allerdings ätherische Öle. Manche Hausmittel begleiten Familien seit Generationen. Bei juckender Haut werden Haferflocken bis heute gerne verwendet. Dazu werden feine Haferflocken mit etwas warmem Wasser zu einem weichen Brei verrührt. Anschließend wird die Mischung auf ein Tuch gegeben und vorsichtig auf die betroffenen Hautstellen gelegt.
Auch ein lauwarmes Bad kann übrigens als angenehm empfunden werden. Wichtig ist dabei, die Haut anschließend nicht trocken zu rubbeln, sondern vorsichtig abzutupfen.
Wann ärztliche Hilfe wichtig ist
Kinderkrankheiten sollten immer ärztlich begleitet werden. Das gilt besonders bei hohem Fieber, Atembeschwerden, starker Schwäche oder wenn sich der Zustand des Kindes verschlechtert.
Ätherische Öle können eine angenehme Ergänzung im Alltag sein. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Diagnose oder Behandlung.
Fazit
Kinderkrankheiten lassen sich nicht mit Düften wegzaubern. Trotzdem können ausgewählte ätherische Öle dazu beitragen, dass sich die kleinen Kranken wohler fühlen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Heilversprechen, sondern kleine Momente der Ruhe, sanfte Hautpflege und vertraute Rituale. Oft sind es genau diese Kleinigkeiten, die einen anstrengenden Tag für Eltern und Kind ein wenig angenehmer machen.
