Ätherische Öle für die Haut: welche helfen, welche reizen und wie du sie richtig anwendest,
Ätherische Öle und Hautpflege das klingt nach einer natürlichen Kombination. Und das ist es auch, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Denn ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenessenzen, und genau diese Konzentration ist es, die sie so wirkungsvoll macht und gleichzeitig ein gewisses Respektieren erfordert.
Welche Öle sich für die Haut eignen, welche du lieber in die Duftlampe gibst und wie du sie sicher anwendest das erfährst du hier.
Diese ätherischen Öle sind gut für die Haut
Lavendelöl der Klassiker für Haut und Seele
Lavendel ist das vielseitigste Öl in der Hautpflege. Es wirkt beruhigend, entzündungshemmend und unterstützt die Regeneration der Haut. Es eignet sich für kleine Wunden, Insektenstiche, leichte Verbrennungen und gereizte Haut. Lavendelöl ist eines der wenigen ätherischen Öle, das in frischem Zustand auch punktuell unverdünnt eingesetzt werden kann zum Beispiel direkt auf einen Insektenstich. Für die flächige Anwendung auf der Haut sollte es jedoch immer verdünnt werden. Lavendeloel
Teebaumöl bei unreiner und problematischer Haut
Teebaumöl ist antibakteriell, antifungal und antiviral und damit eine der wirksamsten natürlichen Optionen bei Unreinheiten, Pickeln oder kleinen Entzündungen auf der Haut. Ähnlich wie Lavendel kann es frisch und punktuell unverdünnt eingesetzt werden, etwa direkt auf einen einzelnen Pickel. Auf größeren Hautflächen gilt auch hier: verdünnen. Teebaumöl
Gut zu wissen: Sowohl Lavendel- als auch Teebaumöl oxidieren mit der Zeit. Ältere oder schlecht gelagerte Öle können dann Hautreizungen verursachen. Immer frische, gut gelagerte Öle verwenden.
Kamillenöl sanft und ideal für empfindliche Haut
Kamillenöl besonders das blaue Kamillenöl (römische Kamille) ist das Öl der Wahl wenn die Haut empfindlich, gerötet oder gereizt ist. Es beruhigt, lindert Juckreiz und wirkt entzündungshemmend. Aufgrund seines intensiven Charakters und des vergleichsweise hohen Preises wird es immer verdünnt in einem Trägeröl eingesetzt schon wenige Tropfen reichen aus.
Rosenöl Pflege für reife und trockene Haut
Rosenöl gehört zu den kostbarsten ätherischen Ölen überhaupt und zu den wertvollsten in der Hautpflege. Es wirkt nährend, regenerierend und soll die Hautelastizität unterstützen. Besonders für reife oder trockene Haut ist es eine Bereicherung. Wegen seines hohen Preises wird es sparsam eingesetzt, am besten als Beimischung zu einem guten Trägeröl.
Diese Öle gehören nicht auf die Haut
So verlockend der Gedanke ist, alle Öle aus der Sammlung auch für die Hautpflege zu nutzen einige sind für die direkte Hautanwendung schlicht nicht geeignet. Zimtöl und Cassiaöl enthalten Zimtaldehyd, einen potenten Hautreizstoffe, der selbst bei Verdünnung zu starken Rötungen, Brennen und Entzündungen führen kann. Nelkenöl enthält Eugenol, das ähnlich reizend wirken kann.
Diese Öle sind in der Duftlampe oder im Diffuser hervorragend auf der Haut haben sie nichts zu suchen. Das gilt auch dann, wenn sie stark verdünnt werden.
Richtig verdünnen die wichtigste Grundregel
Die Faustregel für Erwachsene lautet: ein bis zwei Tropfen ätherisches Öl auf zehn Milliliter Trägeröl. Das entspricht einer Konzentration von ein bis zwei Prozent, die für die meisten Anwendungen auf der Haut ausreicht und gut verträglich ist. Für Kinder, ältere Menschen oder sehr empfindliche Haut sollte die Konzentration auf unter ein Prozent reduziert werden.
Als Trägeröl eignet sich Jojobaöl für fast alle Hauttypen, Mandelöl für empfindliche Haut und Kokosöl für sehr trockene Haut. Mehr zu den einzelnen Trägerölen findest du hier: Trägeröle – der große Überblick
Gut zu wissen: Vor der ersten Anwendung eines neuen Öls empfiehlt sich der Armbeugetest: Die verdünnte Mischung auf die Innenseite der Armbeuge auftragen und 24 Stunden beobachten. Zeigen sich keine Rötungen oder Reizungen, ist die Konzentration für deine Haut geeignet.
Häufige Fragen
Warum muss ich ätherische Öle verdünnen? Weil sie so konzentriert sind, dass sie unverdünnt die Haut reizen oder sogar verbrennen können. Die Verdünnung mit einem Trägeröl reduziert das Risiko und verbessert gleichzeitig die Aufnahme in die Haut.
Kann ich Lavendel- und Teebaumöl wirklich unverdünnt verwenden? Punktuell und in frischem Zustand ja aber nur auf kleinen Stellen, nicht auf großen Hautflächen. Beide Öle oxidieren mit der Zeit, weshalb die Qualität und das Alter des Öls entscheidend sind.
Welches Trägeröl ist das beste? Das kommt auf den Hauttyp an. Jojobaöl ist der sicherste Allrounder, Mandelöl besonders sanft, Kokosöl sehr reichhaltig.
