Ätherische Öle Allergie: Die Allergiezeit mit ätherischen Ölen sanft überstehen
Die Tage werden länger, die Natur erwacht und für viele Menschen beginnt damit auch die unangenehmste Zeit des Jahres. Juckende Augen, eine Nase die keine Ruhe gibt, morgens aufwachen und schon das erste Niesen. Heuschnupfen ist kein Spaß, das ist bekannt. Ich weiß wovon ich rede.
Ätherische Öle sind keine Medizin und ersetzen keine ärztliche Behandlung das sei aber direkt gesagt. Sie können jedoch sehr wohl dazu beitragen, die Symptome erträglicher zu machen und den Körper in dieser anstrengenden Zeit zu unterstützen. Welche Öle sich dabei bewährt haben und wie du sie am besten einsetzt, erfährst du in meinem Beitrag.
Was ätherische Öle bei Allergien leisten können
Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Pollen, die Atemwege schwellen an, die Schleimhäute reagieren gereizt. Einige ätherische Öle wirken entzündungshemmend und abschwellend auf die Atemwege, andere beruhigen gereizte Schleimhäute oder stärken das Immunsystem langfristig.
Das bedeutet: Du wirst durch ätherische Öle keine Allergie loswerden. Aber du kannst die Saison mit weniger Beschwerden durchkommen wenn du die richtigen Öle kennst und weißt wie du sie anwendest.
Die besten ätherischen Öle bei Heuschnupfen
Eukalyptus für freie Atemwege
Eukalyptusöl ist das bekannteste Öl wenn es um die Atemwege geht und das zu Recht. Der Wirkstoff Cineol wirkt schleimlösend und abschwellend. Besonders hilfreich ist eine Inhalation: heißes Wasser in eine Schüssel, zwei Tropfen Eukalyptus dazu, Handtuch über den Kopf und fünf Minuten tief durchatmen. Das kann vor allem morgens und abends echte Erleichterung bringen.
Gut zu wissen: Eukalyptus nicht bei Kindern unter drei Jahren anwenden – und bei Asthma bitte vorher Rücksprache mit dem Arzt halten.
Pfefferminze gegen den Druck im Kopf
Wenn die Nase zu und der Kopf schwer ist, hilft Pfefferminzöl. Ein Tropfen auf die Schläfen oder unter die Nase – immer mit einem Trägeröl verdünnt – gibt ein angenehmes Kühlegefühl und hilft gegen das Druckgefühl im Gesicht. Im Diffuser wirkt Pfefferminze außerdem belebend, was gerade dann hilfreich ist wenn man durch die schlechten Nächte müde und gerädert ist.
Gut zu wissen: Pfefferminze immer mit Trägeröl verdünnen bevor sie auf die Haut kommt. Pur kann sie Reizungen verursachen.
Lavendel für ruhigere Nächte
Allergien sind anstrengend, nicht zuletzt weil sie den Schlaf stören. Lavendel hilft hier auf zwei Ebenen: Er wirkt beruhigend auf das Nervensystem und leicht entzündungshemmend auf die Schleimhäute. Ein paar Tropfen im Diffuser im Schlafzimmer oder auf dem Kopfkissen können dafür sorgen, dass die Nächte ruhiger werden.
Schwarzkümmelöl langfristig für das Immunsystem
Schwarzkümmelöl ist kein ätherisches Öl im eigentlichen Sinn, sondern ein fettes Pflanzenöl – gehört aber unbedingt in diesen Artikel. Es wird seit Jahrhunderten als Mittel gegen Allergien eingesetzt und es gibt inzwischen auch wissenschaftliche Hinweise darauf, dass es die Überreaktionen des Immunsystems abschwächen kann. Ein Teelöffel täglich – zum Beispiel über den Salat – kann langfristig einen Unterschied machen. Mehr dazu findest du im Artikel Schwarzkümmelöl bei Allergien.
So wendest du die Öle in der Allergiezeit an
Inhalation ist die direkteste Methode: Zwei bis drei Tropfen Eukalyptus oder Pfefferminze in heißes Wasser, fünf Minuten inhalieren. Das hilft akut bei verstopfter Nase und gereizten Atemwegen.
Im Diffuser wirken die Öle sanfter und dauerhafter. Eine Mischung aus Eukalyptus, Lavendel und einem Tropfen Pfefferminze macht die Raumluft leichter atembar und sorgt für eine ruhigere Atmosphäre besonders abends sinnvoll.
Als Pflegeöl auf die Brust aufgetragen immer verdünnt in einem Trägeröl wie Jojobaöl, etwa zwei Tropfen ätherisches Öl auf einen Teelöffel Trägeröl kann Eukalyptus oder Lavendel zusätzlich auf die Atemwege wirken.
Gut zu wissen: In der Schwangerschaft bitte vor der Anwendung von ätherischen Ölen die Hebamme oder Ärztin fragen nicht alle Öle sind in dieser Zeit geeignet.
Was du sonst noch tun kannst
Ätherische Öle sind ein Teil des Puzzles. Wer die Pollensaison gut überstehen will, sollte auch auf ein paar einfache Dinge achten: Haare abends waschen bevor man ins Bett geht, damit keine Pollen aufs Kissen kommen. Stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen, am besten nach dem Regen wenn die Pollenkonzentration in der Luft niedriger ist. Und wer stark betroffen ist, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen ätherische Öle sind eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Hast du eigene Erfahrungen mit ätherischen Ölen in der Allergiezeit? Schreib es gerne in die Kommentare.
