Nicht jedes ätherische Öl eignet sich für Kinder. Einige der Öle enthalten Inhaltsstoffe, die auf die empfindliche Haut, die Atemwege oder das noch nicht fertig entwickelte Nervensystem von Kindern deutlich stärker wirken können als bei Erwachsenen. Deshalb lohnt es sich, bei der Auswahl gut hinzusehen und zu wissen Welche ätherischen Öle für Kinder ungeeignet sind. Die gute Nachricht: Für den Familienalltag braucht es meist nur wenige sanfte Öle die für alle geeignet sind.
Wer Kinder hat und sich mit ätherischen Ölen beschäftigt, stößt früher oder später auf auf das Thema:Welche ätherischen Öle für Kinder ungeeignet sind, denn einige sind sogar gefährlich. Gerade Einsteiger gehen oft davon aus, dass natürliche Düfte automatisch niemals schaden. Ist ja Natur. Ein großer Irrtum! Tatsächlich kommt es auf die Inhaltsstoffe, die Dosierung und das Alter der Kinder an ob ein ätherisches Öl mehr Schaden anrichten kann als helfen. Dazu noch mehr in Ätherische Öle bei Kindern
Kinder reagieren empfindlicher auf ätherische Öle
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Ihr Geruchssinn ist oft feiner ausgeprägt, ihre Haut reagiert empfindlicher und auch die Atemwege können stärker auf intensive Duftstoffe reagieren.
Hinzu kommt, dass ätherische Öle hochkonzentrierte Pflanzenextrakte sind. Für wenige Milliliter Öl werden oft große Mengen Pflanzenmaterial verarbeitet. Entsprechend intensiv können die enthaltenen Pflanzenstoffe wirken.
Deshalb gilt bei Kindern ein einfacher Grundsatz: Weniger ist meist mehr.
Nicht jeder Duft gefällt übrigens Kindern
Einige ätherische Öle enthalten Inhaltsstoffe, die für Erwachsene gut sein können, bei Kindern jedoch deutlich stärker wahrgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass diese Öle grundsätzlich schlecht sind. Sie passen lediglich nicht immer zu den Bedürfnissen kleiner Kinder.
Pfefferminzöl ist ein gutes Beispiel dafür. Sein hoher Gehalt an Menthol sorgt für den typischen Frischeeffekt, den viele Erwachsene als angenehm empfinden. Bei kleinen Kindern können intensive Mentholdüfte die empfindlichen Atemwege jedoch reizen. Deshalb wird Pfefferminzöl für jüngere Kinder meist nicht empfohlen.
Ähnlich verhält es sich mit Eukalyptusöl. Der charakteristische Duft entsteht vor allem durch den Inhaltsstoff 1,8-Cineol. Dieser Pflanzenstoff wird besonders in der kalten Jahreszeit geschätzt, kann bei kleinen Kindern jedoch zu intensiv wirken. Aus diesem Grund wird Eukalyptus meist erst für ältere Kinder empfohlen.
Rosmarinöl enthält je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Kampfer und 1,8-Cineol. Beide Stoffe verleihen dem Öl seinen markanten Duft. Während Rosmarin bei Erwachsenen häufig verwendet wird, raten viele Fachleute bei kleinen Kindern ab.
Auch Zimtöl gehört nicht zu den klassischen Kinderölen. Verantwortlich dafür ist vor allem das enthaltene Zimtaldehyd. Dieser natürliche Pflanzenstoff sorgt für den unverwechselbaren würzigen Duft, kann Haut und Schleimhäute jedoch stärker reizen als viele andere ätherische Öle. Deshalb spielt Zimt im Familienalltag meist nur eine untergeordnete Rolle.
Viele Eltern sind überrascht, wenn sie erfahren, dass natürliche Düfte nicht automatisch für jedes Alter geeignet sind.
Welche ätherischen Öle für Kinder hingegen bedenkenlos und häufiger verwendet werden können
Für den Familienalltag braucht es meist keine große Sammlung an Ölen. Einige wenige Düfte reichen völlig aus.
Lavendel gehört seit Öle benutzt werden zu den bekanntesten Begleitern der Menschen. Sein Duft wird häufig mit Ruhe und Entspannung verbunden und findet sich deshalb auch in vielen Abendritualen wie Fußbädern wieder.
Auch die Römische Kamille wird wegen ihres milden Charakters geschätzt. Ihr weicher Duft passt gut zu ruhigen Momenten und wird häufig in der Aromapflege für Kinder erwähnt.
Mandarinenöl bringt eine fruchtige und freundliche Note mit. Viele Kinder mögen den weichen Zitrusduft, weshalb er zu den beliebtesten Düften im Familienalltag zählt.
Gerade diese überschaubare Auswahl zeigt, dass für Kinder keine Vielzahl unterschiedlicher Düfte angeschafft werden muss.
Die richtige Dosierung spielt eine wichtige Rolle
Neben der Auswahl des passenden Öls entscheidet auch die Dosierung über die sichere Anwendung.
Kinder benötigen deutlich geringere Mengen als Erwachsene. Schon wenige Tropfen reichen häufig vollkommen aus. Deshalb werden ätherische Öle grundsätzlich mit einem geeigneten Trägeröl verdünnt.
Wer neu mit ätherischen Ölen arbeitet, beginnt am besten mit möglichst kleinen Mengen. So lässt sich beobachten, wie ein Kind auf einen Duft reagiert.
Auch bei Diffusoren oder Duftlampen ist Zurückhaltung sinnvoll. Räume müssen nicht dauerhaft beduftet werden. Kurze Anwendungen und regelmäßiges Lüften reichen meist vollkommen aus.
Hydrolate als sanfte Alternative
Manchmal müssen es gar keine ätherischen Öle sein. Viele Familien greifen stattdessen zu Hydrolaten.
Diese Pflanzenwässer entstehen bei der Destillation ätherischer Öle und enthalten nur geringe Mengen der Duftstoffe. Dadurch werden sie oft als deutlich milder wahrgenommen.
Lavendelhydrolat, Kamillenhydrolat oder Orangenblütenhydrolat gehören zu den bekanntesten Varianten und lassen sich unkompliziert in den Familienalltag integrieren.
Gerade bei jüngeren oder besonders sensiblen Kindern werden Hydrolate häufig bevorzugt.
Weniger Düfte, mehr Wohlfühlmomente
Viele Familien stellen mit der Zeit fest, dass nicht die Anzahl der Öle entscheidend ist. Häufig sind es die kleinen Rituale, die in Erinnerung bleiben.
Ein vertrauter Duft auf dem Kopfkissen, eine kurze Fußmassage am Abend oder ein Duftstein im Kinderzimmer schaffen oft mehr Atmosphäre als ständig wechselnde Mischungen.
Kinder reagieren meist positiv auf Vertrautheit. Deshalb lohnt es sich, einige wenige Düfte auszuwählen und diese bewusst in den Alltag zu integrieren.
Fazit
Welche ätherischen Öle für Kinder ungeeignet sind, hängt vor allem mit ihren Inhaltsstoffen zusammen. Menthol in Pfefferminzöl, 1,8-Cineol in Eukalyptus oder Kampfer in Rosmarin können auf Kinder deutlich intensiver wirken als auf Erwachsene. Deshalb werden diese Öle bei kleinen Kindern meist zurückhaltend eingesetzt oder ganz vermieden.
Für den Familienalltag genügt oft eine kleine Auswahl sanfter Düfte. Lavendel, Römische Kamille oder Mandarine gehören zu den bekanntesten Begleitern. Wer zusätzlich auf eine niedrige Dosierung achtet und bei Bedarf zu Hydrolaten greift, schafft gute Voraussetzungen für einen entspannten Umgang mit ätherischen Ölen bei Kindern.
